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Dienste wie StreamOn und die Netzneutralität

Last updated on 28. August 2019

Photo by Edho Pratama on Unsplash

Endlos surfen, Musik hören oder spielen ohne das geliebte Datenvolumen zu verbrauchen. Klingt im ersten Moment gut oder? Nur leider entpuppt sich das, was für den Verbraucher im ersten Moment nach der Erfüllung eines langen Traumes klingt, bei genauer Betrachtung als großes Problem mit der Netzneutralität.

Vorteile vor Nachteile?

Ja, das StreamOn der Telekom oder Vodafone Pass hat im ersten Moment viele Vorteile für den Einzelnen. Endlich kann man seine Lieblings-Apps nach Herzenslust benutzen, ohne dass man sich Sorgen machen muss. Ohne, dass man dabei drüber nachdenken muss, ob man den noch bis zum Ende des Monats mit seinem Datenvolumen hinkommt. Jedoch stellen solche Angebote auch einer der Grundpfeiler des Internets in Frage: Die Netzneutralität. Wie wichtig diese überhaupt ist, ist jedoch leider nicht jeden sofort klar. Ohne Netzneutralität wäre ein Internet, so wie wir es heute kennen überhaupt gar nicht erst möglich, denn sie sichert, dass sich im Internet jeder so frei entfalten kann, wie er das möchte. Da sie dafür sorgt, dass jede Datenverbindung gleich behandelt werden muss.

Und hier kommen die erwähnten Angebote ins Spiel. Diese Angebote durchlöchern nämlich die Neutralität. In dem nämlich Unternehmen wie die Telekom und auch Vodafone hingehen und sich die Periodisierung der Daten bezahlen lassen. Im ersten Moment mag dem Einzelnen hier vielleicht kein Nachteil sondern eher ein Vorteil entstehen. Problematisch ist jedoch, dass so solche Angebote legitimiert werden. Es würde dafür sorgen, dass immer mehr Internet- wie auch Dienstanbieter hingehen und sich bei so etwas einkaufen. Die Netzneutralität würde so immer löchriger werden, bis neue Dienste überhaupt gar keine Chance hätten, da sie die Summe für die Aufnahme in ein solches Programm gar nicht erst erbringen können.

Im Vergleich zur Realität

Es ist ein bisschen wie mit dem Busfahrer, der entscheidet wen er mitnimmt und wem nicht. Ich denke, du wärst fürchterlich entrüstet, wenn jene Person zu dir sagen würde, dass du nicht mitfahren darfst, weil dein Gesicht gerade nicht gefällt. Und das obwohl du wie alle anderen für die Fahrt bezahlt hast.

Mit anderen Worten: Solche Angebote sind für mich persönlich mit all der Liebe zum Internet nicht vereinbar. Wenn man noch etwas weitergeht schaffen wir uns hier sogar eine Zweiklassengesellschaft, bestehend aus zahlenden und denen, die es gar nicht erst können. Ich kann also nur dazu aufrufen, solche Angebote zu meiden.

Published inGesellschaft

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